Das Gästebuch hat 169 Einträge
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Von: Ruth Blanz am 05.04.2013 um 14:05:33 Eintrag: 73
Ich habe vor Jahren schon wegen diesem Thema geschrieben und eine tröstende Antwort erhalten.
Leider hat sich das Verhältnis nicht geändert. Unser Sohn hat vor 3 Jahren zu uns den Kontakt abgebrochen. Wir wissen wirklich nicht warum. Er hat keine meiner freundlichen und unfreundlichen Briefe beantwortet. Aber diese abgeschickten und die nicht abgeschickten Briefe haben mich am Leben erhalten.
Unser Enkelkind - jetzt fast 7 Jahre - darf manches Mal ans Telefon wenn ich anrufe, manches Mal nicht (meine Eltern wählen nicht für dich). Zu Weihnachten hat sie 5 x versucht uns zu erreichen, zu Ostern wieder gar nicht.
Als unserer anderer Sohn letztes Jahr geheirat hat, ist mein Sohn mit Familie gekommen. Plötzlich hat man uns das Enkelkind ins Auto gesetzt, ich weiß nicht warum. Sie ist dann 12 Stunden nicht von meiner Seite gewichen. "Mein Papa spricht nicht mehr mit dir, aber ich habe dich immer noch lieb". Mein Sohn hat kein Wort mit mir gewechselt, die Schwiegertochter auch nicht, wobei ich glaube, wenn ich sie angesprochen hätte, hätte sie sich vielleicht mir mir unterhalten, aber da muß ich jedes Wort 3 x überlegen. Früher bekam ist immer nch dem Besuch einen Anruf vom Sohn, was ich wieder alles falsches gesagt habe.
Ich habe dann wieder nachgefragt, ob wir die Enkeltochter in den Ferien sehen dürfen. Tatsächlich durften wir sie 2 Tage (morgens abholen, abends heimbringen). Wir wohnen 300 km entfernt, mußten uns wieder eine Ferienwohnung nehmen, mußten unten am Haus warten bis das Enkelkind uns nach 20 Minuten gebracht wurde. Am 2. Tag ging es ihr nicht gut (Bauchschmerzen, Kopfschmerzen). Sie hatte am Morgen schon um 5.30 ausgeschlafen und wahrscheinlich den ganzen Morgen gefragt, wann kommt denn die Oma?. Ich habe dann doch die Schwiegertochter angerufen und wir haben sie nach Hause gebracht. Sie hat uns - obwohl sie es versproche hatte - nicht mehr angerufen. Wir haben 2 x telefonisch nachgefragt, "durften" dann abends in die Wohnung kommen und dem Kind auf Wiedersehen sagen.

Dann haben wir wieder nichts gehört. Ab und zu schickle ich ein Büchlein oder versuche anzurufen, fragte natürlich nach dem Weihnachtswunsch. Keine Antwort. Telefonisch erzählte mir dann das Kind von 3 Glitzerstiften, worauf mein Sohn wie eine Furie dazwischengefahren ist. 4 Tage vor Weihnachten bekam dann mein anderer Sohn einen Anruf, ich könne ihr eine Steif-Katze schenken. Ich habe dann zu dem schon verschickten Päckchen mit dem Verlegenheitsgeschenk noch die richtige! Steif Katze geschickt.

Dies ist nur ein kleiner Auszug, aus dem was sich in den Jahren abgespielt hat.

Das schlimmste dran aber ist, daß wir bis heute nicht wissen, warum er jeden Kontakt zu uns abgebrochen hat und niemals mit uns gesprochen hat und keinen Brief beantwortet.

Wenn man sich einmal unterhalten hätte, könnte man ja nachvollziehen, was vorgefallen ist, aber wir wissen wirklich nicht, was läuft

Ruth
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Von: Caro Mae am 04.04.2013 um 20:51:47 Eintrag: 72
Schön, das es dieses Forum gibt!
Ab jetzt muß ich mich leider auch in die Reihe der verstoßenen Großeltern einreihen
Leider habe ich einen gewaltigen Trennungsschmerz hinter mir und leide auch heute
schlimm.Ich kann meinen Vorredner beipflichten: Sind wir nur etwas wert, wenn wir
den Geldbeutel öffnen!!Ich leide auch sehr darunter, dass ich meine Kleine nicht mehr sehen darf.
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Von: Laura am 27.03.2013 um 16:45:18 Eintrag: 71
Hallo an Alle,
in einigen Monaten werde ich auch zu eurem Kreis gehoeren, meine Tocher die den Kontakt zu mir vor 4 Jahren, ohne Erklaerung und erkennbaren Grund, abbrach ist schwanger. Mein Enkelkind kommt im Sommer.
Erfahren habe ich das heute von meinem Sohn, der mir auch ein Ultraschallbild zeigte. Das Baby ist schon so gross auf dem Bild und so gut zu erkennen, Es trieb mir die Traenen in die Augen und zog mir den Boden unter den Fuessen weg.
Beim Lesen der Eintraeg hier habe ich wenig Hoffnung, das sich der Umgang mit dem Enkelkind irgendwie erreichen laesst, Grosseltern haben auch nur Rechte auf dem Papier, aber mit welchen Folgen fuer die Enkel und ihrer Herkunftsfamilie. Da ist es wohl besser, sich jetzt schon an den Gedanken zu gewoehnen, das man welche hat, die man nicht sehen darf und hoffen, das es ihnen immer gut geht. Ich moechte keine Gerichtsverfahren, die Fronten nur verhaerten und alles schlimmer machen. Das kann auch fuer die Enkel nicht gut sein. Hier will ich das Wohl dieses Kindes ueber meine Beduerfnisse stellen, alles andere waere doch nur genauso egoistisch wie meine Tochter es ist. Wie ich selbst emotiuonal damit umgehe, weiss ich noch nicht. Ich kann mir nur vorstellen, das sich Trauer, Verzweiflung und Wut die Hand geben werden.
Ich weiss auch, das meine Mutter dahinter steckt, sie hat mich seit ich selbst Kind bin als Suendenbock missbraucht und von den anderen Familienmitgliedern ausgegrenzt. Seit ich weiss, das sie eine Narzisstiin ist und diese Menschen dem Kind, das als Suendenbock auserwaehlt wurde, ohne Skrupel Schaden zufuegen, kann ich besser damit umgehen und ihr Verhalten richtig einordnen. Meine Mutter schreckte vor wenigen Monaten noch nicht mal vor einem Mordversuch an mir zurueck, seit dem habe ich auch den Kontakt zu ihr abgebrochen.

Ich habe mir gedacht, das ich meinem Enkel Briefe schreiben werden, die ich bei einem Notar hinterlege, der sie ihm uebergibt wenn er 18 ist und selbst entscheiden kann, ob er mich sehen will oder nicht. Briefe nur an ihn, ohne Vorwuerfe an seine Mutter. Fuer mich ist das ein Weg, auf dem ich innerlich in Kontakt treten und halten kann und hoffe, das sich daraus spaeter noch ein Kontakt ergibt bevor ich sterbe. Und wenn nicht, weiss er wenigstens was seine Grossmuter ueber ihn gedacht und wie sie sich ihn vorgestellt hat.

Vielleicht klingt das jetzt bloed, aber ich weiss nicht, wie ich sonst damit umgehen soll, wie sicher viele hier.

Liebe Gruesse
Laura
 
Von: Beate am 11.03.2013 um 23:41:17 Eintrag: 70
Auch ich habe eine Enkeltochter, deren Existens mir bis heute nicht offiziell mitgeteilt wurde. Ich kenne lediglich ihren Namen, und weiß, dass sie in diesem Sommer 7 Jahre alt wird. Vielleicht gibt es noch weitere Enkel, wer weiß. Meine Töchter konnten oder wollten mir bis heute nicht sagen, warum sie den Kontakt mit mir abgebrochen haben. Inzwischen glaube ich nicht mehr an ein normales Verhältnis.
Was ich sehr bedauere ist, dass die Kinder ohne ihre Großmutter aufwachsen müssen. Irgendwann werden sie fragen, irgendwann sind sie groß genug und wollen von sich aus Kontakt aufnehmen. Dann wird wieder ein Unfrieden in die Familie getragen, der sich weiter und weiter durch die Generationen zieht.
Was denken sich unsere Kinder dabei? Denken sie überhaupt? Wie grausam ist solch ein Verhalten.
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Von: Klara am 08.03.2013 um 23:32:49 Eintrag: 69
Es ist traurig, aber wahr, auch wir dürfen seit über 2 Jahren unseren beiden älteren (knapp 6 und knapp 7 J.) nicht mehr sehen. Wir dürfen nichts schenken. Die Geschenke kommen zurück. Die Älteste wurde eingeschult - ohne uns Großeltern. Wir wohnen ca. 200 m Luftlinie auseinander. Es ist grausam, das darf mir jeder glauben. Denn den eigentlichen Grund kennen wir nicht. Man gibt uns keine Chance auf ein Gespräch. Eine Anwältin hat in unserem Auftrag darum gebeten. Es kam eine dicke Absage. Ebenso wurde eine gutgemeinte SMS mit Neujahrswünschen durch einen Anwaltsbrief "bestraft" und strikt abgelehnt. Sohn und Schwiegertochter wollen von uns nicht mehr belästigt werden. Ansonsten bekämen wir eine gerichtliche Verfügung zugeschickt. Wir sind traurig und sprachlos, wie ein Sohn seinen Eltern und vor allen Dingen seinen Kindern so etwas antun kann. Aber leider machtlos.
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Von: K. am 20.02.2013 um 23:46:25 Eintrag: 68
Guten Abend Zusammen,
ich bin Tochter betroffener Großeltern.
(liebe und wunderbare Menschen)

Die Kinder sind aber nicht meine Kinder, sondern mein Neffe und meine Nichte. Ich frage mich immer wieder, wie man seinen eigenen Kindern etwas derartiges antun kann. Wie kommt man auf die Idee, seine eigene Ohnmacht und Unzulänglichkeit über Kinder auszuspielen? Wenn man ein Problem mit seinen (Schwieger) Eltern hat, sollte man keine Kinder mitreinziehen. Warum freut man sich als Eltern nicht, dass die Großeltern die eigenen Kinder lieben? Wissenschaftlich (Soziologie) gesehen sind Großeltern im übrigen ungemein wichtig.

Ich bin geschockt wie oft Probleme nicht mehr gelöst werden, Diskussionen nicht mehr geführt werden. Wie kann man sich darüber beschweren, dass Familie anstrengend ist? Wo Menschen zusammentreffen ist es immer anstrengend, und? Das macht es doch aus! Vielleicht sollten einige erwachsene Kinder das "kindsein" mal ablegen.

Ich wünsche allen eine gute Nacht


Hier schreibt der Administrator:
Ein toller Beitrag, der auch aus der Sicht der Kinder das Thema betrachtet. Ich danke Ihnen sehr dafür und hoffe, dass Eltern, die Ihre Kinder als Waffe gegen die Großeltern benutzen, diesen Beitrag lesen, darüber nachdenken und handeln.
 
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