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Zerplatzte Hoffnung  (Die Fortsetzung von Brief Nr. 2)

Wir haben unsere Enkel (11 und 8 Jahre) 2 Jahre nicht gesehen. Trotzdem haben wir geschrieben und Päckchen geschickt. Im Sommer haben wir ein Päckchen mit Büchern, die wir noch hatten, gepackt. Als Lesezeichen haben wir in ihnen 5 Euro-Scheine versteckt. Die Mutter der Kinder hatte wohl einen guten Tag. Sie hat bei mir angerufen und wir haben ruhig und lange miteinander gesprochen. Angeblich wollen die Jungs mich sehen aber ihren Opa nicht, weil er sie nicht mag. Sie hat mir sogar die Handynummer des Großen gegeben. Nach reichlicher Überlegung hab ich die Beiden getroffen. Das Treffen verlief sehr verkrampft. Leider war keine Vertrautheit mehr da. Später kam ein Anruf von unserem Sohn. Er sagte, er fände es nicht gut dass ich die Kinder treffe, weil wir noch nichts geklärt hätten. Ich habe ihm ein Treffen auf neutralem Boden vorgeschlagen und wir haben uns in einem Lokal getroffen. Das Gespräch war sehr gut, ruhig und ohne gegenseitige Vorwürfe. Als wir auseinander gingen sagte er , er würde Zuhause reden und sich melden. Wir könnten ja über das Handy des Großen oder einer E-Mail Adresse (die er uns gab) in Kontakt bleiben.

Wir haben 2 Wochen gewartet. Dann habe ich eine E-Mail für die Jungs an die Adresse, die unser Sohn uns gab, geschrieben. Einen Tag später kam ein Anruf seiner Partnerin. Sie hat mich angeschrien. Das wäre ihre E- Mailadresse, ich soll nicht schreiben. Sie will von uns nichts hören oder lesen. Wir sind böse! Ich war sprachlos und sie hat einfach aufgelegt.

Leider konnte ich von da an unseren großen Enkel nicht mehr auf dem Handy erreichen.
Trotzdem haben wir den Kindern zu den Herbstferien ein Päckchen geschickt. Sie haben angerufen und sich bedankt. Es wird leider bei diesen Kontakten bleiben, denn wir werden uns nicht mehr den Launen ihrer Mutter aussetzen.

November 2012
Die Verfasserin ist uns bekannt.