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An die Presse

Großeltern, Mütter und Väter demonstrieren am 12.09.2009 in Lüneburg

Sehr geehrte Damen und Herren!

Am Samstag, d. 12.09.2009, um 11:00 Uhr, treffen sich Großeltern, Mütter und Väter aus Hamburg (Väteraufbruch für Kinder e.V. Blauer-Weihnachtsmann),

Braunschweig
Selbsthilfegruppe "Großeltern pro Enkel",

Lüneburg
Selbsthilfegruppe "Entsorgte Eltern und Großeltern",

Hamburg
Selbsthilfegruppe "Verstoßene Großeltern"

zu einer Demonstration, um die Politiker vor der Bundestagswahl auf ein bundesweites gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen.

In Deutschland sind jedes Jahr 200.000 Kinder von Scheidung und Trennung der Eltern betroffen. Bereits nach 1 Jahr verliert die Hälfte von ihnen den Kontakt zu einem geliebten Elternteil und damit auch oftmals zu den Großeltern.

Immer wieder werden Kinder als Machtinstrument gegen den Vater (Mutter, o. Großeltern) missbraucht, indem sie manipuliert und entfremdet werden.
Eine schwere psychische Schädigung ist dann die Folge (PAS = Entfremdungssyndrom).

Diese Entfremdung ist die moderne Form von Kindesmisshandlung!

Der weit verbreitete Glaube, Jugendämter und Familiengerichte würden diesen Kindern helfen, eine gesunde und unbeschwerte Beziehung zu beiden Eltern und Großeltern zu leben, ist leider ein Irrtum.

Nur wenige Familienrichter arbeiten bis jetzt nach der bewährten Cochemer Praxis. Damit sie Standard wird an allen deutschen Familiengerichten und damit kein Kind mehr unter dem PAS leiden muß, möchten wir mit unserer DEMONSTRATION ein Zeichen setzen.

Wir wären Ihnen dankbar, würden Sie zu diesem Thema berichten.

Marianne Heß    (Selbsthilfegruppe Braunschweig, Tel.: 0531500155 o. 053156732),
Margrit Thomas (Selbsthilfegruppe Hamburg, Tel.: 04094366899),
Dorette Kühn (Selbsthilfegruppe Lüneburg, Tel: 04132930178),
Bettina König (Selbsthilfegruppe Lüneburg, Tel.: 04131225718),
Peter Witkowski (Väteraufbruch f. Kinder e.V., Blauer Weihnachtsmann, (Selbsthilfegruppe Lüneburg, Tel.: 041377056)

PS:
Das Thema ist inzwischen auch im Kino angekommen. Das Scala-Kino in Lüneburg wird am 14.09.2009, um 19:00 Uhr, den neuen Film von Douglas Wolfsperger "Der entsorgte Vater" zeigen. Anschließend erfolgt eine Diskussion zu diesem Thema.



Fakten:
Was:    Demonstration von Großeltern, Müttern und Vätern
Wann:    Samstag, 12.09.2009, um 11:00 Uhr
Wo:    Beginn vor dem Kreisjugendamt Lüneburg, Auf dem Michaeliskloster 4, 21335 Lüneburg
Warum:    Motto der Demo: Allen Kindern beide Eltern und Großeltern
Auszug unserer Forderungen:
- Gleichwertigkeit von Vater und Mutter!
- Gemeinsames Sorgerecht auch für nicht verheiratete Paare!
- Verpflichtung der Eltern, Mediation zwecks Konfliktbewältigung in Anspruch zu nehmen (Cochemer Praxis)!
- Verwirklichung des im Gesetz festgeschriebenen Rechts der Großeltern auf Umgang mit ihren Enkeln!
- Jugendämter unter staatl. Aufsicht!
Ablauf:    - Begrüßung der Teilnehmer
- Mit Straßenmalkreide werden wir auf den Vorplatz des Jugendamtes die Namen der vom Jugendamt vergessenen Kinder schreiben und mit Blumen schmücken
- 20 Thesen der Trennungskinder werden an die Tür des Jugendamtes "genagelt"
- Demonstrationszug durch die Innenstadt
- Blaue Weihnachtsmänner verteilen Süßigkeiten an Kinder
- Diskussionsversuch mit den Politikern an ihren Wahlständen
- 20 Thesen werden auch an die Tür des Land- und Amtsgerichts "genagelt"
- Abschlusskundgebung vor dem Landgericht Lüneburg
Kino:    Am Montag, den 14.09.2009, um 19:00 Uhr, wird im Scala-Kino Lüneburg, Apothekenstr. 17, 21335 Lüneburg der Kinofilm "Der entsorgte Vater" von Douglas Wolfsperger gezeigt. Anschließend erfolgt eine Diskussion mit dem Publikum. Politiker, Familienrichter, Verfahrenspfleger, Jugendamtsmitarbeiter, Pressevertreter erhalten im Vorfeld eine Einladung mit Freikarte für den Film.
Veranstalter:    Peter Witkowski (04137 - 7056 und 0171 - 9919850)
Zum Uhlenberg 1, 21400 Reinstorf

Dorette Kühn (04132 - 930178)
Wohlenbütteler Str. 5, 21388 Soderstorf

Bettina König (04131 - 225718)
Magdeburger Str. 7, 21339 Lüneburg


Linkliste:   
Betroffene outen sich    www.entfremdet.de
Blauer-Weihnachtsmann    www.blauer-weihnachtsmann.de
PAS-Eltern e.V.    www.pas-eltern.de
Väteraufbruch für Kinder, Hamburg    www.vafk-hh.de
Verstoßene Großeltern    www.verstossene-grosseltern.de
Peter Witkowski    www.peter-witkowski.de



Zur weiteren Information:
Als Interviewpartner stehen zur Verfügung:    Prof. Dr. Jörg-Uwe Jopt (Uni Bielefeld)
Sachverständiger, Diplompsychologe, Familientherapeut
Tel. 05261 - 920 359
E-Mail: uwe.jopt@t-online

Marianne Heß
Initiatorin von "Großeltern-pro-Enkel"
Tel.: 0531500155

Hartmut Haas
Väteraufbruch für Kinder Landesverein Hamburg e.V.
Tel.: 040 - 584135




20 Thesen:
Liebe MitarbeiterInnen des Familiengerichts und Jugendamtes! Unterstützen Sie bitte unsere Kinder bei folgenden Wünschen:

Liebe Mama und lieber Papa ........

1. Vergesst nie: Ich bin das Kind von euch beiden. Ich habe jetzt zwar einen Elternteil, bei dem ich hauptsächlich wohne und der die meiste Zeit für mich sorgt. Aber ich brauche den anderen genauso.

2. Fragt mich nicht, wen ich von euch beiden lieber mag. Ich habe euch beide gleich lieb. Macht den anderen also nicht schlecht vor mir. Denn das tut mir weh.

3. Helft mir, zu dem Elternteil, bei dem ich nicht ständig bin, Kontakt zu halten. Wählt für mich seine Telefonnummer oder schreibt mir die Adresse auf einen Briefumschlag. Helft mir zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein schönes Geschenk für den anderen zu basteln oder zu kaufen. Macht von den Fotos von mir immer einen Abzug für den anderen mit.

4. Redet miteinander wie erwachsene Menschen. Aber redet. Und benutzt mich nicht als Boten zwischen euch - besonders nicht für Botschaften, die den anderen traurig oder wütend machen.

5. Seid nicht traurig, wenn ich zum anderen gehe. Der, von dem ich weggehe, soll auch nicht denken, dass ich es in den nächsten Tagen schlecht haben werde. Am liebsten würde ich ja immer bei euch beiden sein. Aber ich kann mich nicht in Stücke reißen - nur weil ihr unsere Familie auseinandergerissen habt.

6. Plant nie etwas für die Zeit, die mir mit dem anderen Elternteil gehört. Ein Teil meiner Zeit gehört meiner Mutter und mir und ein Teil meinem Vater und mir. Haltet euch konsequent daran.

7. Seid nicht enttäuscht oder böse wenn ich beim anderen bin und mich nicht melde. Ich habe jetzt 2 Zuhause. Die muss ich gut auseinanderhalten - sonst kenne ich mich in meinem Leben überhaupt nicht mehr aus.

8. Gebt mich nicht wie ein Paket vor der Haustüre des anderen ab. Bittet den anderen für einen kurzen Moment rein und redet darüber, wie ihr mein schwieriges Leben einfacher machen könnt. Wenn ich abgeholt oder gebracht werde, gibt es kurze Momente, in denen ich euch beide habe. Zerstört das nicht dadurch, dass ihr euch anödet oder zankt.

9. Lasst mich vom Kindergarten oder bei Freunden abholen, wenn ihr den Anblick des anderen nicht ertragen könnt.

10. Streitet nicht vor mir. Seid wenigstens so höflich, wie ihr es zu anderen Menschen seid und wie ihr es auch von mir verlangt.

11. Erzählt mir nichts von Dingen, die ich noch nicht verstehen kann. Sprecht darüber mit anderen Erwachsenen, aber nicht mit mir.

12. Lasst mich meine Freunde zu beiden von euch mitbringen. Ich wünsche mir ja, dass sie meine Mutter und meinen Vater kennen und toll finden.

13. Einigt euch fair übers Geld. Ich möchte nicht, dass einer von euch viel Geld hat und der andere ganz wenig. Es soll euch beiden so gut gehen, dass ich es bei euch gleich gemütlich habe.

14. Versucht nicht, mich um die Wette zu verwöhnen. Soviel Schokolade kann ich nämlich gar nicht essen, wie ich euch lieb habe.

15. Sagt mir offen, wenn ihr mal mit dem Geld nicht klar kommt. Für mich ist Zeit ohnehin viel wichtiger als Geld. Von einem lustigen gemeinsamen Spiel habe ich viel mehr als von einem neuen Spielzeug.

16. Macht nicht immer "Action" mit mir. Es muss nicht immer was Tolles oder Neues sein, wenn ihr etwas mit mir unternehmt. Am schönsten ist es für mich, wenn wir einfach fröhlich sind, spielen und ein bisschen Ruhe haben.

17. Lasst möglich viel in meinem Leben so, wie es vor der Trennung war. Das fängt bei meinem Kinderzimmer an und hört auf bei kleinen Dingen, die ich ganz allein mit meinem Vater oder meiner Mutter gemacht habe.

18. Seid lieb zu den anderen Großeltern - auch wenn sie bei eurer Trennung mehr zu ihrem eigenen Kind gehalten haben. Ihr würdet doch auch zu mir halten, wenn es mir schlecht ginge! Ich will nicht auch noch meine Großeltern verlieren.

19. Seid fair zu dem neuen Partner, den einer von euch findet oder schon gefunden hat. Mit diesem Menschen muss ich mich auch arrangieren. Das kann ich besser, wenn ihr euch nicht gegenseitig eifersüchtig belauert. Es wäre sowieso besser für mich wenn ihr beide bald jemanden zum Liebhaben findet. Dann seid ihr nicht mehr so böse aufeinander.

20. Seid optimistisch. Eure Ehe habt ihr nicht hingekriegt - aber lasst uns wenigstens die Zeit danach gut hinbekommen. Geht mal alle Bitten an euch durch. Vielleicht redet ihr miteinander darüber. Aber streitet nicht. Benutzt meine Bitten nicht dazu, dem anderen vorzuwerfen, wie schlecht er zu mir war. Wenn ihr das macht, habt ihr nicht kapiert, wie es mir jetzt geht und was ich brauche, um mich wohler zu fühlen.