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(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.

(2) Gleiches gilt für enge Bezugspersonen des Kindes, wenn diese für das Kind tatsächliche Verantwortung tragen oder getragen haben (sozial-familiäre Beziehung). Eine Übernahme tatsächlicher Verantwortung ist in der Regel anzunehmen, wenn die Person mit dem Kind längere Zeit in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt hat.

(3) § 1684 Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend.


Mit der Kindschaftsrechtsreform zum 01.07.1998 ist gesetzlich ein Umgangsrecht von Großeltern mit den Enkelkindern normiert worden.
Die Betroffenen haben sich hiervon mehr versprochen, als die Gesetzespraxis letztlich hält. Im Ergebnis zeigt die Erfahrung mit dieser Vorschrift nämlich, dass nur unter sehr engen Voraussetzungen ein Umgangsrecht der Großeltern mit dem Enkelkind durchgesetzt werden kann.
Großeltern haben nur dann Anrecht auf Umgang mit dem Kind, wenn der Umgang dem "Wohl des Kindes" dient. Der diesbezügliche Nachweis muss von den Großeltern geführt werden.

Hierzu ein Auszug aus einem offenen Brief von Peter Christof in Feucht an den Landrat Hermann Imhof in Nürnberg vom 30.09.2004:

Wer schützt unsere Kinder vor dem "deutschen Kindeswohl" - vor deutschen Richtern, Jugendamt, Gutachtern und Verfahrenspfleger/innen? Wer gibt deutschen Richtern das Recht Kindern ihren Vater und die Großeltern zu nehmen?